Klangvoller Schlusspunkt

135. Gaufest in Traunstein endet mit Volksmusikabend

Traunstein. „Gemeinsam Volksmusik erleb´n“, gemeinsam einen klangvollen Abend verbringen und damit dem 135. Gaufest den krönenden Abschluss verleihen – dazu lud der Gautrachtenverband I nach Traunstein ins Kulturforum Klosterkirche ein. Perfekt führte Gaumusik- und Liederwart Markus Gromes durch den kurzweiligen Abend.  Stets im Blick: den Gemeinschaftsgedanken des Gaufestes zu unterstreichen und mit dem Volksmusikabend in die abschließende Runde zu führen.

Musikalisch von Runde zu Runde

Den jeweils schneidigen Auftakt der fünf Musikrunden übernahm die Diwan-Musi, ein fünfköpfiges Ensemble, bestehend aus Musikanten aus dem Gaugebiet. Besetzt mit Annemarie Anfang, Julian Senoner, Bernhard Koch, Martin Egger und Martl Wellinger gelang es ihnen mit Walzer, Marsch und Polka das Publikum musikalisch in die nächsten Runden zu führen. „Der Gesang kam mit der Liebe“, so Bettina Abstreiter, die mit ihrem Mann Klaus und Tochter Lena den „Abstreiter Dreigsang“ bilden auf Nachfrage. Das Gesangstrio bestach mit ihrem unverwechselbar feinen Klang ihrer Stimmen und der Auswahl ihrer Gesangsstücke, die vom vergangenen Sommer bis hin zum „letztl Blattl“ erzählten. Hörbar dabei die Leidenschaft und Hingabe von Markus Gromes, der den Dreigsang auf der Ziach musikalisch begleitete.  Christine Ober an der Zither, Flori Seestaller am Kontrabass, Peter Holzner an der Gitarre und Falk Lexhaller an der Ziach bilden die „Dreiobermusi“ – oder, wie sie Gromes humorvoll vorstellte: drei Ober und eine Herzdame. Die Saiteninstrumente spielen bei diesem Quartett die Hauptrolle, stehen im Vordergrund. Die runden, brummig wirkenden Töne der Ziach unterstreichen dabei charmant im Hintergrund. Vielseitig haben sie mit „Boarischen“, Polka und Walzer die Bandbreite ihrer Besetzung gekonnt platziert. Seit 46 Jahren singen die „Stoaner Sänger“ schon gemeinsam. „Volksmusik ist immer schön, da kann man nichts verkehrt machen“, so Christa Steiner. Sie, ihr Ehemann Sepp Steiner und Reinhold Steiger haben schon viel erlebt, und können auf viele schöne Momente bei den zahlreichen Veranstaltungen zurückblicken, so Christa Steiner auf Nachfrage. Begleitet wurden sie von der „Boarischen Almmusi“ mit Simone Lahner auf der Zither, ihrem Mann Albert auf der Gitarre und dem Tubisten Peter Egner aus Garmisch auf, bei der sie Manfred Wörndle auf der Ziach begleitete. Wörndle gab spontan und humorvoll die Besonderheiten seines Werdenfelser Dialektes zum Besten. Passend zum Namen der Gruppe waren Musikstücke wie das „Almlüfterl“ oder auch der Leckererhäusl-Marsch zu hören. Letzteres, ein Stück, dass aus der Feder von Wörndle stammt.

Urkunden für die Traunsteiner Vereine

Für ihre mustergültige Planung, Durchführung und Gestaltung des 135. Gaufestes wurde den drei Vorständen der Traunsteiner Trachtenvereine von 1. Gauvorstand Michael Hauser jeweils mit Dank und Anerkennung eine Urkunde und das Gaukrügerl des „Gauverband I – der oberbayrischen-Gebirgstracht-Erhaltungsvereine“ überreicht. Besonders hob Hauser die Leistung von Festleiter Simon Schreiber hervor. Mehr noch, er beschrieb ihn als Fels in der Brandung. In den Urkunden festgehalten auch der großartige Einsatz und das kameradschaftliche Miteinander aller Beteiligten der drei Vereine, dem G.T.E.V.  „D’Gmiadlichn“ Hochbergler e.V., dem G.T.E.V. „Eschenwald“ Rettenbach e.V. sowie des G.T.E.V. „Trauntal“ Traunstein e.V. und der Stadt Traunstein mit Oberbürgermeister und Schirmherrn Dr. Christian Hümmer. Dankesworte gab es auch von Festleiter Schreiber, der besonders den reibungslosen Ablauf, die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen und den unfallfreien, friedlichen Ablauf von den Vorbereitungen über Durchführung und Abschlussarbeiten unterstrich.

© Inge Erb, Gaupressewartin Gauverband I, Text und Bilder

„mitnand Volksmusik erleb´n“

Der Gauverband I lädt zum Volksmusikabend am Samstag, 04.10. nach Traunstein ein

Vielen ist das 135-jährige Gaufest des Gautrachtenverbandes I in der Großen Kreisstadt Traunstein noch in bester Erinnerung. Dieses Großereignis bekommt mit dem Volksmusikabend nun seinen krönenden Abschluss. Gemeinsam laden der Gauverband I und die drei Stadtvereine, der G.T.E.V.  „D’Gmiadlichn“ Hochbergler e.V., der G.T.E.V. „Eschenwald“ Rettenbach e.V. sowie der G.T.E.V. „Trauntal“ Traunstein e.V. zum Gauliedersingen ein.  Im sanierten, modernisierten und denkmalgeschützten Ensemble Klosterkirche in der Ludwigstraße 10 in Traunstein werden am kommenden Samstag, 04.10. ab 19:00 Uhr Freunde der Volksmusik eingeladen, mit dabei zu sein. Mit der Dreiobermusi, den Stoaner Sänger, dem Abstreiter Familiengsang, der Diwan Musi und der Boarischen Almmusi konnte Gaumusikwart Markus Gromes, der an diesem Abend durch das Programm führt namhafte Musik- und Gesangsgruppen gewinnen. Bei freiem Eintritt ist Einlass 18.00 Uhr. Platzreservierung möglich unter musikwart@gauverband1.de oder telefonisch unter 0171 / 70 47 45 1.

Bildnachweis: Inge Erb. Die "Diwan Musi"mit Musikanten aus Inzell, Heutau, Ruhpolding und Siegsdorf

Volksmusikseminar des Gauverband I

Zum wiederholten Mal ein harmonisches Wochenende im Amalienhof

Obing. Nach ein paar „ruhigen“ Jahren wurde vom 24. – 26.1. wieder ein Volksmusikseminar im Amalienhof in Honau bei Obing durchgeführt. 

Über 30 Musikanten und Sänger reisten am vorletzten Januar-Wochenende nach Honau und ließen sich von namhaften Referenten im Bereich alpenländische Volksmusik unterrichten. Der Kreis der Dozenten setzte sich sowohl aus Gauverbandsmitgliedern (Barbara Asang, Christian Scheurl, Franz Schwarzenböck, Moritz Demer) aber auch aus Vorbildern vom benachbarten Österreich (Christina Fischbacher, Marcel Mölschl) zusammen. Im Fokus standen Einzelstunden und auch Einheiten für bestehende und spontan zusammengestellte Ensembles. 

Neben dem geplanten Unterricht wurde fast rund um die Uhr miteinander gespielt, gesungen, getanzt, gelacht oder auch einfach nur zugehört. Der Amalienhof erwies sich wiederholt als hervorragend geeigneter Ort für ein Wochenende dieser Art, bietet er doch aufgrund seiner eigentlichen Verwendung - Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderung - ausreichend Platz für Harfen, Kontrabässe, Steirische Harmonikas, Gitarren, Posaunen, Klarinetten, Tanz und Musikanten.

Das Konzept der Veranstaltung wurde 2010 bereits das erste Mal umgesetzt und heuer wieder unter der Leitung von Magdalena und Klaus Winkler organisiert. Weitere fleißige Helfer vom Obinger Trachtenverein unterstützten diese in allen Belangen. Als Gastgeber hat der Gauverband I und dessen Sachausschuss Volksmusik für seine Mitglieder finanzielle Unterstützung zugesagt, sodass die Teilnahmegebühr auf demselben Niveau wie vor 15 Jahren gehalten werden konnte.