7 Februar, 2026

Ainring! eine Klasse für sich

Brauchtum in Perfektion beim 71. Rupertigau-Preisschnalzen in Kirchanschöring

Kirchanschöring. Sensationell! – Jubel und Feierlaune in Ainring. Nach dem Sieg der Jugendpasse Ainring I toppen die Allgemeinpassen Ainring VI, I und Ainring V mit dem Sieg aller drei Podestplätze. 

Sieger der Allgemeinpassen, der Königsdisziplin beim 71. Rupertigau-Preisschnalzen 2026 darf sich Ainring VI nennen. Die erreichten 191,0 Punkte zeugen von einem perfekten Zusammenspiel aus Technik, Kraft und Material und am Ende natürlich der Tagesform, gestärkt von der Sicherheit aus den vielen Trainingsstunden, die seit dem Stefanitag – dem Beginn des Aperschnalzens - geleistet wurden.  Die zweitplatzierte Passe Ainring I erreichte 188,5 Punkte. Das Trio perfekt machte Ainring V mit 186,5 Punkten.  Die sieben Preisrichter, die hinter verschlossenen, verdunkelten Türen und Fenstern rein nach Gehör ihre Arbeit verrichten, hatten es sich erneut zur Aufgabe gemacht, alle 94 Jugend- und 153 Allgemein-Passen fair nach den vorhandenen Richtlinien zu bewerten. Perfekt ist ein „Radl“ – damit ist die exakte Schlagfolge in Geschwindigkeit und Lautstärke gemeint – erst dann, wenn es eben klingt wie ein Rad, der Schall eine runde Sache ist, so Rudi Roider. Er ist 1. Vorsitzender der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e. V. und in seinem Ehrenamt von Beginn der jährlichen Schnalzersaison, die bis zum Faschingsdienstag dauert fest in diesem einzigartigen Brauchtum eingebunden. „Die Ergebnisse der vorausgegangenen Gebiets- und Gemeindeschnalzen haben uns gezeigt, dass es Favoriten unter den Passen gibt, aber auch, dass die Schnalzerinnen und Schnalzer immer für Überraschungen sorgen können“, so Roider, der damit die geringen Punktunterschiede der erreichten Platzierungen des ersten Drittels beschrieb.

Ein ganzer Tag für den Nachwuchs

Nicht weniger spannend zeigte sich der vorausgegangene Samstag, an dem die Kinder und Jugendlichen aufgerufen waren, sich zu messen. Jubel und Feierlaune am Ende für die Passe Ainring I.  Mit 162,5 Punkten entschieden sie den Sieg für sich, erhielten den großen Siegerkrug und die Wandergoaßl. Thundorf-Straß I sind die Zweitplatzierten mit 156,0 Punkten. Auf Rang drei landeten die Nachwuchsschnalzer aus Gois, die Passe Gois mit 146,5 Punkten.

Grenzenlose Freundschaften

Der Eifer, mit dem die über 2.500 Teilnehmer dabei waren und im Festzelt für jede Passe jubelten zeugt von der ungebrochenen Leidenschaft und den Freundschaften, die die Schnalzer „drent“ und „herent“ verbindet. Dieser Funke sprang auch auf die Zuschauer über. Dicht gedrängt und mehrreihig hintereinander verfolgten sie das Geschehen, fachsimpelten eifrig mit. Ebenso die Ehrengäste, die sich auf Ehrentribüne versammelten. Unter ihnen auch Kirchanschörings 1. Bürgermeister, Hans-Jörg Birner, der Staatsministerin Michaela Kaniber, zahlreiche Bürgermeister, Vertreter aus bayerischen und österreichischen Vereinen und Verbänden in seiner Heimatgemeinde begrüßen durfte.

Alle halfen zusammen

Zwei Jahre hat man in Kirchanschöring an den Vorbereitungen dieser Veranstaltung geplant. Festleiter und 1. Vorstand des Ausrichters, dem G.T.E.V. „Edelweiß“ Roth-Kirchanschöring konnte am Ende auf viele Helfer zählen. Vereinsmitglieder, Festausschuss, Blaulichtorganisationen, allen voran die Freiwillige Feuerwehr, der gemeindliche Bauhof, die Gemeindeverwaltung und die Bevölkerung haben mit angepackt. Entgegenkommen gab es von Seiten der Grundstückseigentümer, die ihre Flächen für das Festzelt, die Schnalzerwiese und zum Parken zur Verfügung stellten.  All ihnen galt mehrfacher Dank, ebenso, wie den Preisrichtern und den Personen, die im Büro dafür zuständig sind, dass Start- und Ergebnislisten rechtzeitig erstellt wurden.

Die Ausrichter der nächsten Jahre sind gefunden

Unter den Gästen waren natürlich viele Zuschauer und Vereinskameraden aus Loig. Dort, vor den Toren Salzburgs findet das Großereignis im kommenden Jahr statt. Auch ein Ausrichter für 2028 scheint gefunden. Erich Fagerer, Vorstand aus Högl übergab offiziell die Bewerbung. Abgestimmt wird im kommenden November anlässlich der Jahreshauptversammlung der Schnalzervereinigung.

© Inge Erb, Gaupressewartin Gauverband I

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