18. Juli 2026

Delegierte des Gauverbandes I kamen in Rosenheim zusammen

„Zukunft Ehrenamt“ – so nennt sich der regionale Arbeitskreis, in dem 1. Gauvorstand Michi Hauser angehört. Mitgliedergewinnung und Vorstandschaftsnachfolge waren kürzlich das Thema, so Hauser, der sich gemeinsam mit weiteren Organisationen und Vereinen der Thematik angenommen hat. Begleitet wurde er von Gauehrenmitglied Herbert Galler, der sich außerdem beim Projekt „Trachtler vereint“ bei Handlungs- und Redebedarf zur Hilfestellung anbietet. Hauser bot den über 300 Delegierten an, sich bei ihm und/oder Galler zu melden, um die Angebote in Anspruch zu nehmen. „Die vielen Gespräche in der Lokalpolitik zeigen ihre positive Wirkung“, so Hauser weiter, denn die Zahl der Security-Personen bei Festen könne im Vergleich zu den letzten Jahren wesentlich reduziert werden. Er bittet um Mitteilung, sollten Hürden mit Verwaltungen auftreten, um daraus resultierend für die Zukunft entsprechend reagieren zu können. Es habe sich eine entsetzliche Angst in den Köpfen vieler, die ein Gau- bzw. Vereinsfest feiern wollen eingeschlichen. Um dieser Angst entgegenzuwirken möchte er in den Gebieten Treffen veranstalten, bei denen alle interessierten Vereinsmitglieder, die Vertreter des Festleiterstammtisches und der Politik zusammenkommen um darüber zu diskutieren. Denn es gelte, den Schwierigkeiten im Ehrenamt entgegenzuwirken und den Aufschwung in den Vereinen voran zu treiben. Er lobte die Durchführung der bisherigen Veranstaltungen in den Vereinen, Fest- und Heimatabende sowie Trachtenfeste, bei denen sich die Vereine von ihrer besten Seite zeigten und ein gutes Zeugnis für die Trachtensache abgaben. Übereinkunft bestand bei der Überarbeitung der Gaufestvereinbarung; die Änderungsvorschläge wurden von der Versammlung angenommen. Weitere Termine sind: das Gaupreisplatteln am 26. Juli im Festzelt in Hörpolding organisiert von den Trachtenvereinen Altenmarkt und Truchtlaching, das Gaujugendpreisplatteln in Saaldorf am 20. September und die Gauherbstversammlung am 23. Oktober in Prutting. Die Einladungen zur „Brauchtumsbäckerei“ am 10. und 11. Oktober werden zeitnah verschickt, so Sachgebietsleiterin Marianne Heidenthaler, die außerdem ab dem kommenden August eine Fotoaktion zum „Foto des Monats“ ankündigte, um die Siegerbilder ab 2028 zu veröffentlichen. Einstimmig bestätigt wurde die Wahl von Alois Huber zum Gebietsvertreter im Gebiet Mangfall. Er ist seit 25 Jahren Fahnenbegleiter, Aushilfsfähnrich und seit 2011 stellvertretender Kassier beim G.T.E.V. „D´Jenbachtaler“ Feilnbach, so Huber bei seiner Vorstellung.

Die Gespräche, für die Folgejahre Gaufeste in gewohnter Form auszurichten, vor allem den Veranstaltern die Angst davor zu nehmen, werden unaufhörlich weitergeführt, so Gauvorstand Hauser. Weiter berichtet er, dass sich für 2028 ein möglicher Ausrichter bemüht. Da noch Klärungsbedarf besteht, wurde vereinbart, dass der mögliche Bewerber die offizielle Bewerbung auf die Gauherbstversammlung in Prutting verlegt. „Als sich hier in Rosenheim beim Centralfest des Jahres 1890 die Trachtenvereine erstmals zu einem Gauverband zusammenschlossen, entstand weit mehr als eine neue Organisationsform. Es war der Beginn einer Bewegung, die sich dem Erhalt unserer Trachten, unserer Mundart und unserer gelebten Heimatkultur verschrieb. Dass Rosenheim heute als eine Wiege der bayerischen Trachtenbewegung gilt, gründet auf diesem historischen Ereignis, dessen Wirkung bis in unsere Zeit spürbar ist“ so Rosenheims Oberbürgermeister und Schirmherr Abuzar Erdogan einleitend bei seinen Begrüßungsworten. Er unterstrich das Motto – dem Tag der Gemeinschaft - des „Gautages“ und hob das besondere Miteinander aller Generationen getragen von gegenseitigem Respekt hervor. Voller Freude verwies er auf die Auftritte der Kinder, Jugendlichen und Aktiven auf dem Max-Josefs-Platz und dem bevorstehenden Gauheimatabend mit vorausgehendem Fahnenzug zum Mahnmal des Friedens mit Totenehrung.

Mit dem Wunsch auf einen harmonischen Verlauf, unvergesslichen Begegnungen und vielen Augenblicken echter bayerischer Lebensfreude beschloss und lag er abschließend goldrichtig. Dazu mehr in den nachfolgenden Berichten. © Inge Erb, Gaupressewartin

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