22. August 2026

Gebietspreisplatteln im Gebiet Bad Reichenhall am 22.08.2026

Großveranstaltung in Marzoll – 156 Dirndl und Buam starten beim Preisplattln im Reichenhall

Das Gebietspreisplattln ist eine Großveranstaltung, die jedes Jahr einen Höhepunkt im Trachtenjahr darstellt. Bereits im Jahr 1974 wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen. Im Kinder- und Jugendbereich waren es 156 Dirndl und Buam sowie vier Gruppen aus dem Gebiet Reichenhall, die es am vergangenen Samstag wissen wollten und sich getraut haben, vor großem Publikum ihr Können im Tanzen, Drahn und Plattln zu zeigen. Die Trachtenvereine Anger-Höglwörth, Hochstaufner Aufham, Staufenecker Piding, Grenzler Marzoll, Alt-Reichenhall, Saalachthaler Bad Reichenhall, Lattenberger Bayerisch Gmain, Kranzlstoana Karlstein, Reiter Almer Jettenberg, Weikertstoana Weißbach und als einziger nichtbayerischer Verein, die Saalachtaler Unken gehören zum Verbund. Die „Grenzler Marzoll“ übernahmen heuer im Rahmen der Bierzeltwoche die Ausrichtung der Großveranstaltung, die Fäden der Organisation liefen bei Gebietsvertreter Max Danzl zusammen.

Danzl freute sich in seiner Begrüßung über die rege Teilnahme und bedankte sich bei den Sponsoren für die großzügige Unterstützung. Dass die „Finanzspritzen“ gut angelegt sind, das wurde in den folgenden Stunden deutlich. Junge Menschen in fescher Tracht, faires Applaudieren bei gelungenen Auftritten, das Mitfiebern wenn ein Vereins- oder Familienmitglied an die Reihe kam aber auch ein trostreiches Wort und eine herzliche Umarmung, wenn der Auftritt nicht ganz so geglückt ist. Neben der Verbundenheit zur Tradition waren es auch soziale Komponenten, die die große Trachtenfamilie an den Tag gelegt hat. Trachtenfamilie ist in diesem Fall eine passende Beschreibung, denn Eltern, Großeltern und viele der Trachtensache verbundene Interessenten drückten den jeweiligen Akteuren die Daumen und sorgten für „Wettbewerbsstimmung“ im Marzoller Zelt. Die Dirndl und Buam hatten in den vergangenen Wochen mit viel Ehrgeiz auf das Preisplattln hingearbeitet. Da gab es zahlreiche Extra-Proben und manchmal fiel trotz sommerlicher schweißtreibender Temperaturen auch der Schwimmbadbesuch kürzer aus, wenn die jeweiligen Jugendleiter eine Probe angesagt hatten.  Über mehr als vier Stunden zog sich das Preisplattln der Kinder und Jugendlichen hin. Unermüdlich spielten dazu Hermann Fellner und Johannes Ammerer auf der Harmonika auf. Die Auftritte wurden begutachtet vom Preisrichtergremium.  Hans Hogger (Teisendorf), Herbert Stehhuber (Lauter), Christian Greisberger (Lauter), Anton Hogger (Ruhpolding), Johanna Lindner (Riedering), Andi Galler (Feldkirchen), Toni Mayer (Seebruck) beurteilten die einzelnen Darbietungen mit Argusaugen und vergaben die Punkte. Bewertet wurden beispielsweise Takt und Rhythmus, die Sauberkeit der Schläge beim Plattln, die Haltung aber auch der Gesamteindruck der Tracht. Die Spannung war nahezu auf dem Siedepunkt, als Max Danzl mit der Siegerehrung begann. Gemeinsam mit Schirmherrn und Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, dem ersten Vorstand der Grenzler Marzoll, Georg Nitzinger junior und Festleiter Frank Jung übergab er die Preise. Hutabzeichen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Pokale für die ersten Drei jeder Gruppe waren der Lohn der Mühe. Den Wanderpokal für die höchste Punktzahl des Tages holte sich. Annalena Pecher (Saalachthaler Bad Reichenhall) mit 38,48 Punkten. Für die Auswertung war federführend Markus Rauch zuständig, unterstützt von Dirndln aus Bayerisch Gmain. Als der vierstündige Wettbewerb und die anschließende Preisverteilung abgewickelt waren, hieß es „Bühne frei“ für die aktiven Dirndl und Buam.

59 aktive Dirndl und Buam beim Preisplattln – Anger holt den Gruppenpreis

Ein langer Tag war es einmal mehr für das Organisatoren- und Helferteam, das Gebietspreisplattln über die Bühne zu bringen, dass heuer im Rahmen der Marzoller Festwoche stattgefunden hat. Wie bereits berichtet waren zunächst die Kinder und Jugendlichen aus den elf Vereinen des Gebiets Reichenhall gefragt, ihr Können im Plattln und Tanzen zu zeigen. Nach der Preisverteilung für den Nachwuchs ging es gleich „Schlag auf Schlag“ weiter mit den Aktiven. Die Dirndl hatten noch die Möglichkeit zum „Eindrahn“ um das richtige Gespür für die Bühnenbretter zu bekommen, bevor es dann Ernst wurde. Die Anspannung war manchem aus den Teilnehmerreihen förmlich ins Gesicht geschrieben, denn vor sachkundigem Publikum und strengen Preisrichteraugen will schließlich jeder Buam und jedes Dirndl einen guten Auftritt hinlegen. Wobei für manche auch der „olympische Gedanke“ zählte, Hauptsache mit dabei sein und Leidenschaft für den Erhalt von Tracht und Brauchtum zeigen, auch wenn es nicht für einen „Stockerlplatz“ reicht. Ein wenig fachsimpeln, der Austausch mit Gleichgesinnten oder das Gespräch über den Verlauf des Auftritts, das gehört bei solchen Veranstaltungen mit dazu. Den ganzen Nachmittag über spielte die Grenzler Musi gemeinsam mit weiteren musikalischen Freunden auf während sich an den Tischen die nächsten Starter bereit machten und das kritische Fachpublikum das Plattln, Tanzen und Drahn genau beobachtete. Die Punkte wurden von den sieben Preisrichtern vergeben. Am Bühnenrand saßen Franziska Glück (Allmannsau Lengmoos), Markus Galler (Feldkirchen), Albert Helminger (Lauter), Andrea Herbst (Unken), Martin Schützinger (Traunstein), Sepp Furtner (Griesstätt), Markus Gromes (Schönram). Gebietsvertreter Max Danzl übernahm gemeinsam mit den beiden Marzoller Trachtenvorständen Georg Nitzinger junior und Frank Jung die Preisverteilung. Mit einem herzlichen Handschlag wurden die Preise an die einzelnen Teilnehmer überreicht, denn ein Hutabzeichen ab es für alle. Den Gruppenpreis holten sich die vier Paare aus dem Verein Anger-Höglwörth.

Bericht von: Maria Horn

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